Zur 20 – Jährigen Geschichte unseres Bridgeclubs

Jubiläums-Torte

 

20 Jahre Bridgeklub Meerbusch 1993 e.V. (Gertrud Luckau)

Am 21. September 2013 war unsere Clubmeisterschaft angesetzt und gleichzeitig feierten wir unser 20-jähriges Bestehen. Dies war eine Gelegenheit, Rückschau zu halten. Wie kam es überhaupt zur Clubgründung? - Im Schachklub Meerbusch-Osterath hatten einige junge Schachspieler begonnen, Bridge zu lernen, Spaß daran bekommen und vorsorglich einen Club gegründet. Da dazu sieben Gründungsmitglieder gehören, bat einer der Jugendlichen seine Mutter, Frau Gisela Wölfel (heute unsere rührige 2. Vorsitzende), als die noch fehlende siebte Person bei der Clubgründung einzuspringen, da sie doch Karten spiele könne (Doppelkopf).

 

Mit einer winzig-kleinen Zeitungsnotiz in der örtlichen Presse wurden Bridge-Interessierte aufgerufen, sich am 28. August 1993 im Schachklub in Meerbusch-Osterath einzufinden. Dort erschienen - o Wunder - 34 sympathische Mitmenschen mit mehr oder weniger Ahnung von diesem faszinierenden Spiel – alle jedoch schon infiziert vom Bridge-Bazillus. Sie kamen alleine oder zu auch zweit. Flink wurden Antragsformulare zum Beitritt in den Bridge-Klub verteilt – kaum einer zögerte – und von da an trafen wir uns jeden Donnerstag Abend, um unserem Hobby zu frönen. Unserer rasch gewählten 1.Vorsitzenden, der stets freundlich-fröhlichen Katrin Meyer, die über mehr als 5 Jahre die Geschicke unseres Clubs leitete, gelang es nach den Anfangserfolgen dem Schachklub einen weiteren Spieltag „abzuschwatzen“, den Dienstag Nachmittag, der sich auch rasch einbürgerte. Noch heute spielen wir Donnerstag abends und Dienstag nachmittags.

 

Zu den Gründungsmitgliedern unseres Clubs gehört auch Karlheinz Grage, der in den Anfangsjahren die Bridge-Anfänger um sich scharte und seine profunden Regelkenntnisse als Turnierleiter einsetzte.

Viele von uns kennen ihn als freundlichen Gegner am Tisch, der auch gerne mal im Anschluss an ein Turnier köstliche Witze zum Besten gibt und dessen Hobby die Malerei ist. Eine Auswahl seiner Aquarelle schmückt unsere Turnierräume und er ist auch bereit, sich vom einen oder anderen seiner Werke zu trennen, wenn ein Käufer Interesse zeigt. Er entdeckt seine Motive oft beim Spaziergang, fotografiert diese besonderen Momente, um später zu Hause in aller Ruhe mit Pinsel und Farbe diese Eindrücke wiederzubeleben. Dabei entstehen hauptsächlich stimmungsvolle Landschaftsbilder. Leider hat er sich als Turnierleiter und Bridgelehrer aus gesundheitlichen Gründen schon vor längerer Zeit zurückgezogen.

Wir freuen uns jedoch immer, wenn er Turniere mitspielt, denn seine ruhige Art zu spielen, ohne auf sein profundes Wissen „abzuheben“ ist sehr angenehm.

In den ersten sieben Jahren war der Club Untermieter vom Schachklub und wuchs rasch aus den Kinderschuhen heraus. Die nette Club-Atmosphäre sprach sich herum, so dass die Mitgliederzahl im Nu auf über 100 anwuchs. Da die Möglichkeiten - sowohl was Raum als auch Spielzeiten angeht - für Untermieter begrenzt sind wurde es Zeit, dass der Club sich auf eigene Füße stellte. Unter der sehr engagierten neuen Ersten Vorsitzenden, Frau Gabriele Schneider, wurde dieser Vorsatz mit voller Zustimmung der Mitglieder rasch in die Tat umgesetzt und nach mehreren Anläufen ein neues Domizil gefunden und mit Hilfe tatkräftiger Unterstützung aus eigenen Reihen eingerichtet. Seit dem 22. August 2000 wird in Meerbusch - Osterath, Rudolf-Diesel-Str. 2, in eigenen Räumen gespielt. Es bürgerte sich rasch ein dritter Spieltag – der Samstagnachmittag – ein. Inzwischen stellen wir unsere Räume auch gerne für Seminare des BVRR zur Verfügung.

 

Wir schauen zurück auf 20 Jahre Turnierspiel im Club und es gibt immer noch Neues zu entdecken. In diesem Sinne wird es nie langweilig! Stattdessen ist es eine dauernde Herausforderung, noch besser zu werden. Die grauen Zellen sind gefordert und werden permanent trainiert! Es ist ein wirklicher „Denk“-Sport und fordert uns! Über das Kennenlernen zum Kennen des Spiels dauert es eine ganze Weile, aber vom „Kennen“ zum „Können“ ist es ein weiter Weg, auf dem wir alle noch unterwegs sind. Leider gibt es keine Vorgabe oder ein Handicap, man muß schon selber tüfteln und lernen, lernen, lernen, um in die vielen Möglichkeiten dieses Spiels einzutauchen – und sie auch zu nutzen! Wie viele „Aha“-Erlebnisse hat jeder Bridgespieler schon gehabt – und es wird damit nie zu Ende gehen.

 

Im Raum zum Atrium hängen noch eine Reihe kleinerer Aquarelle. Diese stammen von Frau Annemarie Wetzlar – inzwischen 92 Jahre alt und leider nicht mehr aktiv. Sie hat uns diese selbst gemalten Landschaften gestiftet. - Ihr Maltalent entdeckte sie zufällig, als eine Freundin sie ansprach, da für das Zustandekommen eines VHS-Kurs „Aquarell-Malen“ noch jemand fehlte.

Meerbusch-Osterath, 21. September 2013